Johann Michael Haydn

Missa B-Dur (1777)

für 4 Solisten, 4-stimmigen gemischten Chor,

2 Oboen, 2 Trompeten, Pauken, Streicher und Orgel

 

Ökumenischer Festgottesdienst an Christi Himmelfahrt,

5. Mai 2005, in St. Klara

und

Festgottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag

25. Dezember 2005, in Immanuel

 

 

Der Salzburger Haydn

 

Hört man heute den Namen Haydn, so denkt man sogleich an Joseph Haydn, den weltberühmten Großmeister der musikalischen Klassik. Doch es gab noch einen zweiten Haydn, den fünf Jahre jüngeren Bruder Johann Michael, der 43 Jahre lang in Salzburg als Organist, Konzertmeister und Komponist tätig war. Sein vielseitiges Schaffen, unter das zahlreiche Chorkompositionen fallen, ist zu Unrecht nahezu in Vergessenheit geraten und verdient der erneuten Beachtung und Würdigung, nicht zuletzt, da es nachweislich großen Einfluss auf Wolfgang Amadeus Mozart ausübte.

 

Michael Haydn wurde am 14.9. 1737 in Rohrau (Niederösterreich) geboren. Er war 1745-55 Sängerknabe bzw. Solosopranist am Stephansdom in Wien, wo er auch Violine, Klavier und Orgel lernte. 1757 wurde er bischöflicher Kapellmeister in Großwardein (Ungarn). Seit dem 14.8. 1763 war Haydn "Hofmusicus und Concertmeister" in der fürsterzbischöflichen Hofkapelle in Salzburg und wurde 1777 Organist an der Dreifaltigkeitskirche und 1781 Hof- und Domorganist. Haydn, seit 1804 auswärtiges Mitglied der Königlich schwedischen Musikakademie, hat sich besonders auf dem Gebiet der Kirchenmusik hervorgetan. Johann Michael Haydn starb am 10.8. 1806 in Salzburg

 

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